Filterung

Da alle Wasserschildkröten biologisch sauberes Wasser bevorzugen, ist es wichtig, das Becken regelmäßig zu säubern. Etwa alle zwei Wochen sollte also mindestens ein Drittel des Aquarienwassers durch frisches Wasser ausgetauscht werden. Denn nicht alle biologischen Rückstände können durch eine Filteranlage rückstandslos abgebaut werden. Hier ist das Volumen einer normalen Anlage einfach nicht groß genug. Hier können wir nur dazu raten die Wasserwechsel so komfortabel wie möglich zu gestalten. Hierzu nutzen wir schon seit Jahren einen Adapter von GARDENA zum Anschluss an die Waschbeckenarmatur. Nervendes Eimer schleppen gehört damit tatsächlich der Vergangenheit an.


Zum Herausfiltern von Schwebeteilchen und der Ansiedlung nützlicher Bakterien haben sich sogenannte Topf-Außenfilter in der Wasserschildkrötenhaltung etabliert. Da die Becken für junge Wasserschildkröten nicht sonderlich groß sein müssen, reichen schon relative kleine Filter aus. Besonders gute Erfahrungen haben wir mit dem Eheim Außenfilter eccopro 300 gemacht, welcher wenig Strom verbraucht und zuverlässig läuft. Wichtig ist, dass der Filter immer läuft, also 24 Stunden an sieben Tagen die Woche, 365 Tagen im Jahr. Wird der Filter beispielsweise über Nacht ausgeschaltet, sterben die sich darin angesiedelten Bakterien ab, die jedoch dafür sorgen, dass eine stabile Wasserqualität vorherrscht. Bei größeren Tieren oder entsprechendem Beckenbesatz sollte man den Filter entsprechend anpassen.

Wer auf einen Topf-Außenfilter verzichten möchte, kann auch zu einem Innenfilter greifen. Der Eheim Aquaball hat sich hier bewährt. Innenfilter müssen im Vergleich zu Topf-Außenfiltern jedoch ziemlich häufig gereinigt werden, da sie schnell verstopfen.

Auch der Bau eines Hamburger Mattenfilters ist möglich. Eine Bauanleitung findest Du beispielsweise hier.

Grundsätzlich kann auf eine Beheizung des Aquaterrariums für nordamerikanische Arten verzichtet werden, sofern das Becken in einem normal beheizten Wohnraum steht. Wird das Becken in einem Hobbyraum im Keller aufgestellt, wo keine Temperaturen von 20 Grad Celsius und mehr herrschen, oder werden tropische Arten gepflegt, sollte ein zusätzlicher Heizstab ins Becken eingebracht werden. Der Tetra HT 75 leistet dabei gute Dienste. Grundsätzlich sollte je einem Liter Wasser etwa ein Watt eingerechnet werden.

Selbstverständlich können auch immer andere Modelle verwendet werden. Die hier genannten Marken und Modelle können wir jedoch aus eigener Erfahrung weiterempfehlen, da wir sie im Einsatz haben.